ILD im Fahrwasser von Kollagenosen
Für die Therapie der interstitiellen Lungenerkrankung bei Kollagenosen stehen insbesondere Immunsuppressiva und Antifibrotika zur Verfügung. Meist wird aus Erfahrung behandelt, für wenige Strategien gibt es Evidenz. Ein interdisziplinäres Gremium hat die Daten gesichtet und Empfehlungen zusammengetragen.

Bindegewebserkrankungen gehen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Begleitmanifestationen einher. Zu den wichtigsten gehört die interstitielle Lungenerkrankung (ILD), die mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert ist. Aufgrund der Heterogenität der ILD und der wenigen zugelassenen Medikamente gestaltet sich die Behandlung oft schwierig.
Um dies zu verbessern, hat eine von der European Respiratory Society (ERS) und der European Alliance of Associations for Rheumatology (EULAR) gegründete Taskforce Leitlinien zur Therapie der ILD bei Bindegewebserkrankungen erstellt. Die Experten konzentrierten sich bei ihren Überlegungen auf kritische Endpunkte wie die FVC, die DLCO und die Mortalität. Berücksichtigt wurde auch der Einfluss der Medikamente auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, extrapulmonale Manifestationen und Klinikeinweisungen.
Antoniou KM et al. Ann Rheum Dis 2026: 85: 22−60; doi: 10.1016/j.ard.2025.08.021