Medical Tribune
3. Mai 2026Screening mit Thorax-HRCT und Funktionstests

ILD bei Rheuma nicht übersehen

Ein Organ, das bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen betroffen sein kann, ist die Lunge. Am EULAR-Jahreskongress erklärten internationale Experten, welche Untersuchungen zum ILD-Screening und zur Überwachung einer interstitiellen Lungenerkrankung empfohlen werden und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt.

HRCT-Aufnahme einer interstitiellen Lungenerkrankung bei systemischer Sklerose
DOUGLAS/stock.adobe.com

Bei der systemischen Sklerose ist die Lungenfibrose ein Leitsymptom der Erkrankung. Eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) kann aber auch bei anderen rheumatischen Erkrankungen, Kollagenosen (CTD) oder rheumatoider Arthritis (RA) auftreten.

Man bezeichnet diese Erkrankungen am besten als SARDs (systemische autoimmune Rheumaerkrankungen), erläuterte der Rheumatologe Prof. Dr. Shervin­ Assassi, University of Texas. Bei allen SARDs ist ein Screening auf ILD wichtig, um die Beteiligung der Lunge zu identifizieren.

Unterschiedliche Screeningstrategien je nach SARD

Da die Prävalenz bei allen SARDs unterschiedlich ist, gibt es verschiedene Empfehlungen, wer gescreent werden sollte. Die gemeinsame Leitlinie von ERS (European Respiratory Society) und EULAR empfiehlt ein Screening mittels hochauflösendem Thorax-CT (HRCT) bei allen Patienten mit systemischer Sklerose (SSc), Mixed-Connective-Tissue-Disease (MCTD) oder Myositis. Bei Auffälligkeiten im HRCT oder bei klinischen Symptomen sind zudem Lungenfunktionstests (forcierte Vitalkapazität, FVC) und Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid (DLCO) durchzuführen.

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