Medical Tribune
27. Feb. 2026Registerdaten stützen weniger invasive Verfahren

Frühes Mammakarzinom: Deeskalation des axillären Stagings bei ycN0 sicher möglich

Wenn beim frühen Mammakarzinom nach neoadjuvanter Chemotherapie kein Lymphknotenbefall mehr nachweisbar ist (ycN0), bieten weniger invasive Stagingverfahren eine ebenso sichere Alternative zur axillären Lymphknotendissektion (ALND). Das zeigen erste Ergebnisse der AXSANA-Studie. Betroffene könnten so von einer geringeren Morbidität profitieren.

Chirurgisches Team bei einer Brustoperation im OP.
ATRPhoto/stock.adobe.com

Im klinischen Alltag ersetzt man die ALND zunehmend durch schonendere Stagingmethoden, erklärte Prof. Dr. Thorsten Kühn von der Universität Ulm und der Filderklinik in Filderstadt. Doch vergleichende Daten zur onkologischen Sicherheit dieser Verfahren sind bislang begrenzt und beruhen meist auf retrospektiven Analysen. Es bestehe daher ein dringender Bedarf an prospektiven, multizentrischen Studien, die die klinische Realität abbilden.

Prospektive Registerstudie mit über 2.000 Patienten

Vor diesem Hintergrund starteten Forschende die internationale, multizentrische, nichtinterventionelle Registerstudie AXSANA. Eingeschlossen wurden Patient:innen mit frühem, nicht fernmetastasiertem Mammakarzinom und initialem Lymphknotenbefall in der Achselhöhle (cT1–4c; cN1–3a; M0). Im Fokus standen jene, bei denen nach neoadjuvanter Systemtherapie (NAST) klinisch kein Lymphknotenbefall mehr nachweisbar war (ycN0).

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