Medical Tribune
23. Sept. 2026Nach der ersten Schwangerschaft nehmen Frauen seltener Supplemente ein

Defizite bei der Versorgung mit Folsäure

Ausreichende Folsäurespiegel können schwere embryonale Fehlbildungen wie eine Spina bifida oder Anenzephalie verhindern. Umso überraschender das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse: Frauen, die erneut schwanger werden, greifen seltener zu Folsäure-Präparaten als Erstgebärende.

Eine hochkonzentrierte Folsäuresupplementation sollte Risikogruppen vorbehalten bleiben.
Revolu7ion93/gettyimages

Frauen mit Kinderwunsch sollten bereits vor der Empfängnis täglich 400 µg Folsäure einzunehmen, bei Risikofaktoren wie Epilepsie oder Diabetes sogar 5 mg. Neben dem Schutz vor Neuralrohrdefekten gibt es Hinweise auf weitere Vorteile: geringeres Risiko für angeborene Herzfehler, Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht und bessere kognitive Entwicklung des Kindes.

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