Defizite bei der Versorgung mit Folsäure
Ausreichende Folsäurespiegel können schwere embryonale Fehlbildungen wie eine Spina bifida oder Anenzephalie verhindern. Umso überraschender das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse: Frauen, die erneut schwanger werden, greifen seltener zu Folsäure-Präparaten als Erstgebärende.

Frauen mit Kinderwunsch sollten bereits vor der Empfängnis täglich 400 µg Folsäure einzunehmen, bei Risikofaktoren wie Epilepsie oder Diabetes sogar 5 mg. Neben dem Schutz vor Neuralrohrdefekten gibt es Hinweise auf weitere Vorteile: geringeres Risiko für angeborene Herzfehler, Frühgeburten, niedriges Geburtsgewicht und bessere kognitive Entwicklung des Kindes.
Ebong U et al. Does previous pregnancy experience improve folic acid supplementation uptake? A systematic review and meta-analysis. BMJ Open. 2026; 16:e106205. doi: 10.1136/bmjopen-2025-106205.