Osteoporose: Kürzere Romosozumab-Therapie als mögliche Alternative
Etwa 40–50 % aller postmenopausalen Frauen erleiden eine osteoporotische Fraktur. Romosozumab gilt als die effektivste Therapie zum Knochenaufbau. Sein Einsatz wird jedoch durch hohe Kosten, monatliche Injektionen und mögliche kardiovaskuläre Risiken begrenzt. Neue Daten legen nun nahe, dass ein verkürztes Therapieregime ähnlich wirksam sein könnte – und möglicherweise weniger Nachteile mit sich bringt.

Romosozumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen Sklerostin. Er besitzt sowohl osteoanabole als auch antiresorptive Eigenschaften, indem er die osteoblastische Knochenbildung stimuliert und gleichzeitig die Aktivität der Osteoklasten hemmt.
In den Zulassungsstudien führte eine zwölfmonatige Therapie mit anschliessender antiresorptiver Behandlung zu einer stärkeren Zunahme der Knochendichte und zu einer effektiveren Frakturreduktion als das Bisphosphonat Alendronat. Allerdings lässt der knochenaufbauende Effekt von Romosozumab bereits nach zwei bis drei Monaten deutlich nach. Zudem begrenzen hohe Kosten, monatliche Injektionen und potenzielle kardiovaskuläre Risiken den breiten Einsatz der Therapie. Hinzu kommt die schlechte Adhärenz im klinischen Alltag: In den USA brechen mehr als 50 % der Patientinnen die Therapie vorzeitig ab.
Leder BZ et al. 3 months vs 12 months of romosozumab for postmenopausal osteoporosis (LIDA): an open-label, non-inferiority, randomised controlled trial.
Lancet Diabetes Endocrinol. 2026; 14(3): 216–222. doi: 10.1016/S2213-8587(25)00319-5