Glukokortikoid-Pulstherapie geht auch oral
Weniger Kosten und mehr Komfort für die Patienten: Eine Glukokortikoid-Pulstherapie oral statt intravenös zu verabreichen, hat viele Vorteile. Offenbar sind beide Varianten auch ähnlich effektiv und sicher. Grund genug, dass die Pulstherapie mit Tabletten endlich Einzug in die Rheumatologie hält, meint ein niederländisches Expertenteam.

Die Pulstherapie mit Glukokortikoiden (GC) gehört weltweit zum Behandlungsrepertoire in der Rheumatologie.
Typische Indikationen sind schwere Schübe des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und die anteriore ischämische Optikusneuropathie bei Riesenzellarteriitis (RZA). Empfohlen werden meist ≥ 250 mg/d Prednisolonäquivalent für ein bis fünf Tage. Üblich ist beispielsweise die dreitägige Gabe von 1000 mg/d Methylprednisolon, schreibt ein Team um Dr. Laura Schenning vom Amsterdam University Medical Center.
Schenning LCM et al. Oral glucocorticoid pulse therapy: a modest change in clinical practice with major benefits. Lancet Rheumatol 2025; doi: 10.1016/S2665-9913(25)00321-2