Medical Tribune
29. Aug. 2026Zeichen stehen auf Deeskalation

HER2+ Brustkrebs: Reduktion der Chemotherapie dank Trastuzumab-Deruxtecan

Das neoadjuvante Anthrazyklin durch Trastuzumab-Deruxtecan zu ersetzen, verbesserte in DESTINY-Breast11 die pCR-Rate beim frühen HER2+ Mammakarzinom. Jetzt untermauern Daten zur residuellen Tumorlast den klinischen Nutzen weiter.

Auch besonders junge Patientinnen mit Brustkrebs profitieren möglicherweise nicht von einer Chemotherapie.
Uwe Grötzner/stock.adobe.com

Angesichts effektiver zielgerichteter Optionen gibt es viele Bestrebungen, die Neoadjuvanz beim frühen HER2+ Mammakarzinom zu deeskalieren. In DESTINY-Breast11 ersetzten Forschende etwa die Anthrazyklinkomponente der neoadjuvanten Chemotherapie durch Trastuzumab-Deruxtecan. Die Teilnehmenden mit behandlungsnaivem, HER2+ frühem Mammakarzinom und hohem Risiko erhielten vor der OP randomisiert:

  • vier Zyklen T-DXd, danach vier Zyklen Paclitaxel + Trastuzumab + Pertuzumab (THP)
  • vier Zyklen dosisdichtes Anthrazyklin + Cyclophosphamid, danach vier Zyklen THP
  • acht Zyklen T-DXd (Arm vorzeitig beendet)
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