Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen oft vernachlässigt
Die Inflammation zurückfahren und damit auch die Schmerzen nehmen: So einfach ist es bei rheumatischen Erkrankungen leider nicht. Selbst wenn keine Entzündungsaktivität mehr nachgewiesen werden kann, haben etliche Betroffene weiterhin teils starke Beschwerden, wie Untersuchungen immer wieder aufzeigen.

Zwar hat sich in den letzten Jahrzehnten in der Rheumatherapie einiges getan, und der Anteil von Patienten mit starken Schmerzen ist sukzessive zurückgegangen.
Dennoch litten im Jahr 2019 laut Kerndokumentation noch 13–15 % derjenigen mit rheumatoider Arthritis (RA) unter Schmerzen der Stärke 7–10 gemäss visueller Analogskala.
Für Personen mit ankylosierender Spondylitis galt dies zu 13–24 %, für jene mit Psoriasisarthritis zu 13–21 % und für solche mit systemischem Lupus erythematodes zu 11–12 . Das berichtete der Rheumatologe Prof. Dr. Christoph Baerwald, Leipzig, am Deutschen Schmerzkongress. Die stärkste Schmerzlast lag jeweils in den ersten beiden Krankheitsjahren vor.
Deutscher Schmerzkongress 2025