Medical Tribune
11. Mai 2026Eosinophile und FeNO gehören langfristig zum Asthma-Management

Bluteosinophile und FeNO im Asthma-Management

Wird ein Asthma nicht adäquat behandelt, steigt das Risiko für eine Verschlechterung der Lungenfunktion und für Exazerbationen. Um diese Situation frühzeitig erkennen und gegensteuern zu können, sollte man von Anfang an regelmässig Bluteosinophile und FeNO messen. Die Werte müssen immer im Kontext möglicher Störfaktoren interpretiert werden.

Eosinophiler Granulozyt mit charakteristischem zweilappigem Zellkern und Granula.
Corona Borealis/stock.adobe.com

Eosinophile Granulozyten im Blut und das Stickoxid im Exhalat (FeNO) sind die beiden wichtigsten Biomarker in der Pneumologie. Beim Asthma werden sie künftig eine immer grössere Rolle spielen, prophezeite Prof. Dr. Roland ­Buhl, Universitätsmedizin Mainz. Beide sind relevant für Diagnose, Phänotypisierung, Prognose (d. h. Exazerbationsrisiko, Abnahme der Lungenfunktion),

Auswahl der Medikamente sowie Therapieansprechen und -anpassungen im Krankheitsverlauf. Folgerichtig heisst es nun auch in den Global Initiative for Asthma (GINA)-Empfehlungen 2025 für das gesamte Asthma-Management: consider biomarkers. «GINA ist ja ganz streng evidenzbasiert. Deshalb wird uns immer wieder vorgeworfen, dass wir ein bis zwei Jahre hinter den aktuellen Entwicklungen herhinken», so Prof. Buhl. Doch nun gebe es solide Evidenz.

Metaanalyse verglich nur Placebogruppen

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