So gelingt das Monitoring unter DMARD-Therapie
Da eine Therapie mit DMARD verschiedene Risiken birgt, müssen die Patienten regelmässig überwacht werden. Doch wie oft sind Klinik und Blutwerte zu kontrollieren? Und was ist zu tun, wenn unter Interleukin-6-Hemmern die Neutrophilen in den Keller fallen oder unter Hydroxychloroquin Kreatinkinsase (CK) und Laktatdehydrogenase (LDH) ansteigen?

Für das Monitoring unter einer Therapie mit DMARD sind vor allem zu Behandlungsbeginn häufigere Vorstellungen nötig, sagte Prof. Dr. Christoph Fiehn von der Rheumatologie Baden-Baden.
Während der aktiven Erkrankung rät die EULAR zu Abständen von 1–3 Monaten. Nach 3 bzw. 6 Monaten wird überprüft, ob das Therapieziel (Remission oder niedrige Krankheitsaktivität) erreicht wurde oder ob eine Umstellung der Behandlung erforderlich ist.
Die Basis sind Nierenwerte, Blutbild und Transaminasen
DMARD bergen das Risiko für Hepato-, Nephro- und Myelotoxizität. Regelmässige Laborkontrollen sind deshalb unabdingbar, als Basis sollten Blutbild, Differenzialblutbild, Transaminasen und Nierenwerte bestimmt werden. Wie oft dies geschehen muss, hängt vom Wirkstoff ab – ebenso, welche klinischen Befunde zusätzlich zur Krankheitsaktivität erhoben werden müssen. Prof. Fiehn führte die erforderlichen Kontrollen auf:
Methotrexat (MTX): Laborkontrollen zur Basis, nach 1–2, 2–3 und dann alle 4 Wochen. Bei längerem komplikationslosem Verlauf müssen die Blutwerte nur noch alle 6–12 Wochen überprüft werden. Regelmässig befragt oder daraufhin kontrolliert werden sollten Betroffene unter MTX auf Exanthem, Stomatitis, gastrointestinale Symptome, Blutungen (Nasenbluten, Zahnfleischbluten) und Fieber. Luftnot und Husten können zudem auf eine Pneumonitis hinweisen.
Deutscher Rheumatologiekongress 2025