Suizid bei dermatologischen Erkrankungen
Mehr als 700 000 Menschen nehmen sich jedes Jahr weltweit das Leben. Verschiedene Hauterkrankungen stehen in Zusammenhang mit einer erhöhten Suizidalität. Ob diese Patienten aber auch ein höheres Risiko haben, einen Suizid tatsächlich zu vollenden, untersuchte eine aktuelle Studie.

Mehrere dermatologische Krankheitsbilder gehen nachweislich mit einer starken psychischen Belastung einher – und stehen in Zusammenhang mit einer erhöhten Suizidalität. Die bisherigen Studien kommen jedoch zu teils sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
Ein zentraler Grund dafür liegt in der uneinheitlichen Definition der Endpunkte, denn häufig wurden Suizidalität, suizidales Verhalten und vollendeter Suizid gemeinsam ausgewertet. Dabei umfasst der Begriff «suizidales Verhalten» sowohl Suizidversuche als auch den vollendeten Suizid, während «Suizidalität» zusätzlich Suizidgedanken einschliesst. Eine klare Bewertung des tatsächlichen Risikos war daher bislang nur eingeschränkt möglich. Ziel einer aktuellen systematischen Übersichtsarbeit mit Metaanalyse war es nun, ausschliesslich den harten Endpunkt des vollendeten Suizids bei Erwachsenen mit Hauterkrankungen zu untersuchen.
Hrvatin Stancic B et al. Completed suicide in patients with skin disease: A systematic review and meta-analysis. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2026; 40: 46-58. doi: 10.1111/jdv.20609.