Medical Tribune
26. März 2026Typ-2-Diabetes

SGLT2-Hemmer plus GLP1-RA: Hinweise auf additiven kardiorenalen Effekt

Eine Metaanalyse von Beobachtungsstudien legt nahe, dass die Kombination aus SGLT2-Inhibitoren und GLP1-Rezeptoragonisten den kardiorenalen Benefit – im Vergleich zur Monotherapie – noch toppen könnte.

Darstellung der Wechselwirkungen zwischen Herz- und Nierenfunktion im Kreislauf.
Katie Chizhevskaya/stock.adobe.com

Mit der Kombination aus SGLT2-Inhibitoren (SGLT2i) und GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP1-RA) lässt sich – im Vergleich zur Monotherapie – eine bessere Kontrolle von kardiovaskulären Risikofaktoren (HbA1c, Blutdruck und Übergewicht) erreichen. Unklar bleibt jedoch, wie stark sich die synergistischen Effekte auf das kardiorenale Ergebnis auswirken. Ein niederländisches Forscherteam wertete vorhandene Real-World-Daten umfassend aus und untersuchte, wie sicher die Kombination von SGLT2i und GLP1-RA ist.

Die systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse umfasste 18 Kohortenstudien mit über 1,1 Millionen Teilnehmern. Etwa ein Drittel der Probanden war weiblich. Die Nachbeobachtungszeit reichte von acht bis 240 Monaten, das mittlere Alter der Teilnehmer 61 Jahren, das mittlere HbA1c bei 8,1 % und die mittlere Diabetes-Dauer bei neun Jahren.

Deutliche Risikoreduktion bei mehreren Endpunkten

Die Kombinationstherapie senkte im Vergleich zur Monotherapie das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) signifikant (RR 0,56). Auch die Gesamtmortalität (RR 0,50), die kardiovaskuläre Mortalität (RR 0,26), das Risiko für Myokardinfarkt (RR 0,62), Schlaganfall (RR 0,65) und Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz (RR 0,67) gingen zurück. Der kombinierte Nieren-Endpunkt, der Ereignisse wie eGFR-Abfall, Dialyse, Transplantation oder renalen Tod umfasst, trat ebenfalls seltener auf (RR 0,48). Allerdings bewertete das GRADE-System die Evidenzqualität hierfür als «sehr niedrig». Für die anderen Endpunkte lag die Evidenzqualität zwischen «niedrig» und «moderat» (z. B. bei Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz).

Um den Inhalt zu sehen, müssen Sie sich einloggen oder registrieren.