Medical Tribune
16. Feb. 2026Softwarefehler im Gehirn und wie man sie behebt

Funktionelle Störungen durch veränderte neuronale Netzwerke

Funktionelle Störungen gehören zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern, werden jedoch oft verkannt oder als «eingebildet» abgetan. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie liegt häufig in der richtigen Kommunikation mit den Betroffenen.

Frau während einer EEG-Untersuchung im Krankenhaus von Limoges, Frankreich.
Science Photo Library/ PHANIE / BURGER

Schätzungen zufolge leiden etwa 80 bis 140 von 100.000 Menschen an einer funktionellen neurologischen Störung. Die Erkrankung verläuft oft chronisch und belastet das Gesundheitssystem erheblich. Viele Betroffene durchlaufen einen langen Leidensweg, bevor sie die korrekte Diagnose erhalten. Ihr Risiko für bleibende Behinderungen und eine erhöhte Sterblichkeit ist deutlich erhöht, schreiben Prof. Dr. Barbara Dworetzky und Prof. Dr. Gaston Baslet von der Harvard Medical School. Die beiden Experten haben die neuesten Erkenntnisse und Empfehlungen zur Behandlung dieser Erkrankung zusammengetragen.

Die Ursache funktioneller Symptome liegt in einer gestörten Informationsverarbeitung im Gehirn. Besonders betroffen sind neuronale Netzwerke, die Emotionen, motorische Kontrolle und die Wahrnehmung innerer Körperzustände (Interozeption) steuern. Auch Netzwerke, die für Handlungskontrolle und Vorhersageprozesse zuständig sind, könnten eine Rolle spielen.

Von Anfällen bis zu kognitiven Schwierigkeiten

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