Top-5-Liste zur Vermeidung von Überdiagnostik in der Pädiatrie
Die Arbeitsgruppe «Choosing Wisely» der Fachgesellschaft Pädiatrie Schweiz hat eine Top-5-Liste zur Diagnostik veröffentlicht. Sie enthält Empfehlungen, um Überdiagnostik im pädiatrischen Alltag zu vermeiden. Dr. Benjamin Sticher, Praxispädiater aus Bern und Mitglied der Arbeitsgruppe «Choosing» Wisely von Pädiatrie Schweiz, präsentierte sie am Jahreskongress des Kollegiums für Hausarztmedizin (KHM).
Die Empfehlungen basieren auf der aktuellen Datenlage. Sie zeigen, wann man in der Kinderarztpraxis auf Diagnostik besser verzichtet. Dazu gehört etwa, weil das Ergebnis keine therapeutische Konsequenz hat, zu einer falschen Therapie führen oder im Bestätigungsfall als nicht relevant eingeschätzt wird.
1. Verzicht auf Röntgen bei Distorsion des oberen Sprunggelenks
Die erste Empfehlung betrifft die Distorsion des oberen Sprunggelenkes. Die Arbeitsgruppe rät, auf ein Röntgen zu verzichten, wenn die Distorsion mit Schwellung oder Druckdolenz ausschliesslich über der distalen Fibula oder den lateralen Ligamenten einhergeht.
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