Pilze in Tumorzellen gefunden
Über die Rolle von Pilzen bei malignen Erkrankungen ist kaum etwas bekannt. Forscher legten dazu nun eine umfangreiche Studie vor. Das Ergebnis: In allen untersuchten Tumorarten waren Pilze zumindest in niedrigen Konzentrationen vertreten. Sie lassen sich möglicherweise zu Prognose, Diagnose und Prädiktion nutzen.
Es gibt bisher nur wenige Berichte über die Existenz von Pilzen in bestimmten Tumortypen. Beim Ösophagus- und Pankreaskrebs wird ihnen eine karzinogene Rolle zugeschrieben – aber für die meisten Krebsentitäten ist nichts über ihre Anwesenheit, Lokalisierung und Auswirkungen bekannt. Gemeinschaften von Bakterien und Viren in Karzinomen wurden inzwischen sogar in die «Hallmarks of Cancer» aufgenommen, zumal viele von ihnen auch die Therapie beeinflussen können.
Die Frage, ob das auch für Pilze gilt, war Anlass für eine neue Studie, in der isrealische Forscher die Krebs-Mykobiome an einem umfangreichen Probenmaterial charakterisierten und mit Bakteriomen und Immunomen verglichen (1).