Alkoholsucht – Zuallererst ein Problembewusstsein schaffen
Alkoholbezogene Störungen sind auch in der Schweiz mit rund 20 Prozent der Bevölkerung ein weitverbreitetes Phänomen mit hoher volkswirtschaftlicher Belastung. Dabei sind die Übergänge von einem regelmässigen über den problematischen Konsum bis hin zur Alkoholabhängigkeit fliessend.

In der Schweiz liegt der jährliche Pro-Kopf-Konsum von Alkohol bei durchschnittlich 7,6 Liter reinem Alkohol. Das entspricht im Mittel 52,8 Liter Bier, 31,5 Liter Wein und 3,8 Liter Spirituosen und 1.6 Liter Apfelwein pro Einwohnerin und Einwohner (die Daten stammen von 2020, 1). Bekanntlich steigt mit der Alkoholmenge auch das Krankheitsrisiko – und damit auch die Belastung des Gesundheitssystems: In der Schweiz verursacht das Genussmittel rund neun Prozent der gesamten Krankheitslast – sowie jährliche Kosten für das Sozialsystem zwischen vier und 6,5 Milliarden CHF (siehe Kasten).