Medical Tribune
7. Mai 2014Vorbeugende Programme auch für rauchende Väter!

Schwangere aus der Raucherzone

Bisher ging man davon aus, dass nur Schwangere, die selbst rauchen, ihrem Nachwuchs ein Asthma einbrocken können. Doch eine kanadische Studie zeigt jetzt, dass bereits das reine "Mitrauchen" der Lungenerkrankung den Weg bahnt. Die Untersuchung stützt sich auf eine Kohorte von 5619 Siebenjährigen, zu deren Asthmaentwicklung und Rauchexposi­tion zuverlässige Daten vorlagen.

Vorbeugende Programme auch für rauchende Väter!

Bei der Analyse zeigte sich ein Zusammenhang: Wenn die Mutter in der Schwangerschaft selbst geraucht hatte oder zu Hause vom blauen Dunst umgeben war, entwickelte der Nachwuchs häufiger Asthma.

Auch mütterliches Passivrauchen in der Schwangerschaft erhöhte das kindliche Lungenrisiko  – unabhängig von der späteren Exposition. Präventionsprogamme sollten sich deshalb auch an rauchende Väter richten, so die Autoren.

Quelle: Elinor Simons et al., J Allergy Clin Immunol Pract 2014; online first