Zusätzliche Vitamineinnahme wenig hilfreich
Für ihre Untersuchung zur Einnahme von Multivitamin-Supplementen wählten chinesische Forscher mehr als 3000 Bewohner einer Region, die für Vitamindefizite und hohe Raten an Speiseröhren- und Mageneingangskarzinomen bekannt ist. Alle litten an einer Schleimhautveränderung in der Speiseröhre und erhielten über sechs Jahre entweder ein Multivitaminpräparat oder ein Scheinmedikament.
Danach fand sich kein Unterschied hinsichtlich der Sterblichkeit. Auch in der anschliessenden Beobachtung über 20 Jahre zeigte sich kein Einfluss auf Gesamtsterblichkeit oder einzelne Sterbeursachen.
In diesem Zeitraum verstarben 2239 Teilnehmer, 42 % an Krebs, 25 % an Herz- und Hirngefässerkrankungen und 21 % an Herzkrankheiten. Nähergehende Analysen ergaben ein reduziertes Risiko für Herzkrankheiten bei Männern sowie älteren Personen, die Multivitamin-Supplemente erhalten hatten. Frauen und jüngere Probanden, die die Vitmine einnahmen, entwickelten häufiger Herz- und Hirngefässerkrankungen.
Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu westlichen Studien. Die Autoren vermuten, dass dies an der Mangelernährung liegen könnte.
Jian-Bing Wang et al., JAMA Internal Medicine 2013;173:1259-1261