Medical Tribune
20. Juli 2013Schlaganfall

Depression verdoppelt das Schlaganfall-Risiko

Australische Forscher untersuchten mehr als 10 000 Frauen im Alter zwischen 47 und 50 Jahren zwölf Jahre lang in dreijährigen Abständen. In dieser Zeit erlitten 1,5 % der Teilnehmerinnen einen Schlaganfall.

Für Teilnehmerinnen mit Depression war diese Gefahr für das Gehirn auf das 2,4-Fache erhöht. Auch nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren ermittelten die Wissenschaftler noch eine signifikant erhöhte Risiko um das 1,94-Fache. Wie diese beiden Krankheiten sich beeinflussen, weiss man bisher nicht.

Therapie der Depression hat grosse Bedeutung

Trotz dieser Risikoverdopplung ist die absolute Gefahr für einen Schlaganfall bei Frauen mittleren Alters insgesamt gering, gibt die Erstautorin Dr. Caroline A. Jackson von der Universität von Queensland Entwarnung. Dennoch könnte der Einfluss der Depression in dieser Gruppe höher sein als bei älteren Patienten.

Daher sollte der gezielten Therapie der Depression grössere Beachtung geschenkt werden, meint die Kollegin. Zudem wünscht sie sich weitere Studien, um den Einfluss der Depression genauer zu eruieren.

Quelle: Caroline A. Jackson et al., StrokeAHA 2013; online first