Kaffee macht Parkinsonkranke mobiler
Erfahrungen im Alltag weisen auf positive Effekte des Kaffeegenusses auf die Parkinsonserkrankung hin. Daher haben kanadische Forscher bei 61 Patienten placebokontrolliert die Wirkung von Koffein getestet – zuerst 100 mg und dann 200 mg jeweils zweimal täglich.
Es stellte sich heraus, dass sich zwar die Schläfrigkeit etwas besserte, aber nicht signifikant im Vergleich zur Placebogruppe, so Professor Dr. Dipl. Psych. Frank Erbguth von der Klinik für Neurologie am Klinikum Nürnberg.
Kaffee bei Parkinson besserte motorische Symptome
Günstiger sahen die Resultate beim Gesamtbild der Erkrankung aus. Die Verumgruppe erlebte eine klare Besserung der motorischen Symptome. Der Wert auf der UPDRS* nahm um 4,7 Punkte ab und die objektiv messbaren motorischen Fähigkeiten steigerten sich. Auf andere Faktoren, wie Lebensqualität, Depression oder die Schlafstörungen, aber hatte das Koffein keinen Einfluss.
Koffein bessert wahrscheinlich als nicht selektiver Adenosin-Rezeptor-Antagonist global die Parkinsonbeschwerden. Daher sollte man den Patienten keinesfalls vom Kaffee abraten, sondern sie eher noch zum Konsum ermuntern, so Prof. Erbguth.