Endovaskuläre Therapie: Besser als gedacht
Bei grossen apoplektischen Insulten verzichtete man bisher lieber auf eine endovaskuläre Therapie – die Gefahr für Hämorrhagien erschien zu hoch. Eine neue Untersuchung zeigt jedoch, dass das Outcome durch den Gefässeingriff besser, und das Risiko womöglich gar nicht so gross sein könnte wie gedacht.

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Die endovaskuläre Therapie wird auch in der Behandlung des ischämischen Schlaganfalls erfolgreich eingesetzt. Bei grossen Infarkten wird das Verfahren jedoch von den meisten Neurologen nicht empfohlen – hier sei die Gefahr ausgedehnter Nachblutungen zu gross. Ob diese Sorge begründet ist, hat eine japanische Arbeitsgruppe in einer jüngst im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie untersucht (1).