Medical Tribune
21. Juni 2024SCC, BCC und Merkelzellkarzinome sprechen gut auf Immuntherapien an

Nicht-melanozytäre Hauttumoren: Infusion statt Exzision

Sobald man die Tür der chirurgischen Abteilung öffnet, wird das Skalpell gezückt, fasste Professor Dr. Axel Hauschild von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das übliche Vorgehen bei kutanem Plattenepithelkarzinom (cSCC) und anderen nicht-melanozytären Hauttumoren (NMSC) pointiert zusammen. Laut Leitlinie gehört jedoch jede Person mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem cSCC in ein multidisziplinäres Tumorboard. Doch nicht jeder, der es bräuchte, wird dort vorgestellt.

Bei nicht-melanozytären Hauttumoren lässt sich die Operation manchmal durch eine Immuntherapie vermeiden.
Sarawut

Für Erkrankte mit cSCC stellt die Behandlung mit Cemiplimab oder Pembrolizumab den Standard dar. Nun rückt die Frage nach neoadjuvanten und adjuvanten Optionen in den Fokus. Bald werden randomisierte Studien die perioperative Therapie mit CPI bei SCC und Basalzellkarzinomen (BCC) untersuchen.

Neoadjuvante Immuntherapie zeigt Erfolge

Ein heisses Eisen ist eine Phase-II-Studie, in der die Erkrankten vor der Exzision eines cSCC vier Zyklen Cemiplimab erhielten und nach der Operation die Wahl zwischen Beobachtung, Radiotherapie oder Fortsetzung der Checkpoint-Blockade hatten.

90 Prozent blieben auch ein Jahr später rückfallfrei. Alle Überlebenden, die komplett auf neoadjuvantes Cemiplimab angesprochen hatten, blieben rezidivfrei. «Wenn wir in zwei Jahren dieselben Ergebnisse sehen, müssen wir über die neoadjuvante Therapie reden», so der Experte.

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