Medical Tribune
3. Nov. 2026Vor allem Bisphosphonate zeigen Wirkung

Polymyalgia rheumatica: Wie viel Prophylaxe ist sinnvoll?

Glukokortikoide helfen bei Polymyalgia rheumatica (PMR), doch die langfristige Behandlung geht mit schwerwiegenden Nebenwirkungen einher. Kann eine medikamentöse Prophylaxe tatsächlich vor schweren Komplikationen schützen?

Polymaglia
Foto: sdigital/GettyImages

Patienten mit PMR sind häufig über Jahre auf Glukokortikoide angewiesen. Britischen Daten zufolge dauert die Therapie im Schnitt knapp zwei Jahre, jeder vierte Patient erhält sogar über mehr als vier Jahre Glukokortikoide. Damit steigt das Risiko für unerwünschte Wirkungen, insbesondere Fragilitätsfrakturen und gastrointestinale Komplikationen.

Leitlinien empfehlen deshalb eine risikoadaptierte Prophylaxe: Kalzium und Vitamin D für alle Patienten zu Beginn der Therapie, Bisphosphonate bei erhöhtem Frakturrisiko und Protonenpumpenhemmer (PPI) bei hohem Risiko für gastrointestinale Blutungen. Doch auch diese Medikamente können Nebenwirkungen verursachen und die Polypharmazie verstärken. Wie gross ihr tatsächlicher Nutzen speziell bei PMR ist, war bislang unklar.

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