Spondyloarthritis: Frauen funktionell im Nachteil
Bei Patienten mit Spondyloarthritis verläuft der langfristige Funktionsverlust zwischen den Geschlechtern grundlegend verschieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine spanische Kohortenstudie mit 17-jährigem Follow-up.

Die Spondyloarthritis (SpA) umfasst viele chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen. Ihr Verlauf hängt vom Zusammenspiel aus Krankheitsaktivität, strukturellem Fortschreiten und Mobilitätsverlust ab.
Geschlechtsspezifische Unterschiede rücken zunehmend in den Fokus. Männer entwickeln häufiger stärkere radiologische Veränderungen an der Wirbelsäule und sprechen besser auf TNF-Inhibitoren an. Frauen berichten dagegen öfter über periphere Beschwerden, stärkere Schmerzen, Fatigue und eine geringere Lebensqualität. Das geht paradoxerweise oft mit niedrigeren Entzündungsmarkern und geringeren radiologischen Veränderungen einher. Wie sich diese Divergenz über Jahrzehnte hinweg auf die alltagsrelevante Funktion und die Erwerbsfähigkeit auswirkt, war bislang unzureichend verstanden.
Moldovan DMM et al. Sex differences in long-term functional deterioration and permanent disability in spondyloarthritis: a 17-year follow-up from the REGISPON-3 study. RMD Open. 2026; 12: e007008. doi: 10.1136/rmdopen-2026-007008.
