Medical Tribune
5. Nov. 2026Langzeitfolgen abhängig vom Geschlecht

Spondyloarthritis: Frauen funktionell im Nachteil

Bei Patienten mit Spondyloarthritis verläuft der langfristige Funktionsverlust zwischen den Geschlechtern grundlegend verschieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine spanische Kohortenstudie mit 17-jährigem Follow-up.

Die EULAR hat ihre Empfehlungen für die Behandlung der axialen Spondyloarthritis erneuert.
tiero/gettyimages

Die Spondyloarthritis (SpA) umfasst viele chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen. Ihr Verlauf hängt vom Zusammenspiel aus Krankheitsaktivität, strukturellem Fortschreiten und Mobilitätsverlust ab.

Geschlechtsspezifische Unterschiede rücken zunehmend in den Fokus. Männer entwickeln häufiger stärkere radiologische Veränderungen an der Wirbelsäule und sprechen besser auf TNF-Inhibitoren an. Frauen berichten dagegen öfter über periphere Beschwerden, stärkere Schmerzen, Fatigue und eine geringere Lebensqualität. Das geht paradoxerweise oft mit niedrigeren Entzündungsmarkern und geringeren radiologischen Veränderungen einher. Wie sich diese Divergenz über Jahrzehnte hinweg auf die alltagsrelevante Funktion und die Erwerbsfähigkeit auswirkt, war bislang unzureichend verstanden.

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