Auf der Suche nach unentdecktem Vorhofflimmern
Screent man ältere Menschen auf Vorhofflimmern, lassen sich naturgemäss viele unerkannte Arrhythmien aufspüren. Aber senkt das Screening auch das Risiko für Schlaganfälle und Sterblichkeit?

Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung im Alter und ein wesentlicher Risikofaktor für ischämische Schlaganfälle sowie Gesamtmortalität. Da VHF oft asymptomatisch oder intermittierend verläuft, bleibt es vielfach unentdeckt.
Teils befürworten Leitlinien ein opportunistisches Screening bei Routinekontakten in der Primärversorgung ab 65 Jahren, während ein flächendeckendes systematisches Screening umstritten ist. Ein Team um Dr. Mohamed Ali Mansour von der Universität Zagazig in Ägypten hat nun in einem systematischen Review die Evidenz aus randomisierten Studien zur Wirksamkeit verschiedener Screening-Strategien ab 65 Jahren zusammengetragen.
Mansour MA et al. Opportunistic and systematic screening for atrial fibrillation in adults aged ≥ 65 years in primary care: a systematic review of randomized and cluster randomized trials. BMC Cardiovasc Disord. 2026; 26(1): 805. doi: 10.1186/s12872-026-06253-2.
