Medical Tribune
15. Okt. 2026Wer persönliche Präferenzen angibt, landet häufiger beim passenden Wirkstoff

Personalisierte Medikamentenwahl bei Depression?

Eine individuelle Auswahl von Antidepressiva ist sinnvoll und Leitlinien empfehlen sie. In der Praxis gelingt es bisher jedoch nur unzureichend, anhand bekannter Kriterien ein jeweils passendes Medikament auszuwählen. Unterstützung erhoffen Forschende sich von Programmen, die mit maschinellem Lernen arbeiten.

Ein depressiver junger Mann, der an Schlaflosigkeit leidet und im Bett liegt
Foto: amenic181/AdobeStock

Mit einem neu verordneten Antidepressivum erreicht nur etwa ein Viertel der Patienten eine Remission, ein ähnlich grosser Anteil erfährt eine moderate Besserung. Wird bei den übrigen Betroffenen die Medikation geändert, erlebt fast ein Drittel eine Remission. Viele Erkrankte aber setzen ihre Medikamente zu früh wieder ab. Die Ursache seien oft unerwünschte Wirkungen, schreibt ein britisches Forschungsteam um Prof. Dr. Andrea Cipriani von der University of Oxford (1).

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