Personalisierte Medikamentenwahl bei Depression?
Eine individuelle Auswahl von Antidepressiva ist sinnvoll und Leitlinien empfehlen sie. In der Praxis gelingt es bisher jedoch nur unzureichend, anhand bekannter Kriterien ein jeweils passendes Medikament auszuwählen. Unterstützung erhoffen Forschende sich von Programmen, die mit maschinellem Lernen arbeiten.

Mit einem neu verordneten Antidepressivum erreicht nur etwa ein Viertel der Patienten eine Remission, ein ähnlich grosser Anteil erfährt eine moderate Besserung. Wird bei den übrigen Betroffenen die Medikation geändert, erlebt fast ein Drittel eine Remission. Viele Erkrankte aber setzen ihre Medikamente zu früh wieder ab. Die Ursache seien oft unerwünschte Wirkungen, schreibt ein britisches Forschungsteam um Prof. Dr. Andrea Cipriani von der University of Oxford (1).
- Cipriani A et al. JAMA 2026; doi: 10.1001/jama.2026.1327
- Simon GE. JAMA 2026; doi: 10.1001/jama.2026.0816