Versorgung älterer Patienten mit Herzinsuffizienz optimieren
Bei älteren Patienten geht eine Herzinsuffizienz häufig mit Frailty, Multimorbidität und einem Verlust der Selbstständigkeit einher. Eine aktuelle Stellungnahme der American Heart Association (AHA) zeigt, dass eine optimale Versorgung nicht allein auf den empfohlenen Therapien beruht. Ebenso wichtig ist ein umfassender Ansatz, der medizinische, kognitive, funktionelle und soziale Aspekte berücksichtigt.

Weltweit leben mehr als 55 Millionen Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Fast 80 % der durch die Erkrankung bedingten Hospitalisierungen betreffen Personen über 65 Jahren. Trotz der therapeutischen Fortschritte der vergangenen Jahre bleibt die Mortalität hoch. Auch Rehospitalisierungen sind bei älteren Patienten häufig.
Diese Situation erfordert eine speziell auf diese Patientengruppe ausgerichtete Versorgung, schreiben Dr. Sabra Lewsey, John Hopkins University School of Medicine, Baltimore, und Kollegen in einem aktuellen Statement der AHA. Dabei gilt es neben der Herzerkrankung auch die zahlreichen Komorbiditäten und die besonderen Bedürfnisse im Alter zu berücksichtigen.
Lewsey SC et al. Circulation. 2026; 154(5): e206–e230. doi: 10.1161/CIR.0000000000001437.