Medical Tribune
28. Sept. 2026Befundung wird schneller, aber nicht genauer

KI beim Thorax-Röntgen

Künstliche Intelligenz (KI) soll Radiologen bei der Auswertung von Thorax-Röntgenbildern unterstützen. Wie sich ihr Einsatz auf Geschwindigkeit und Qualität der Befundung auswirkt, untersuchten Wissenschaftler aus Deutschland in einer Studie.

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wikimedia/Mikael Häggström

Forscher um Tristan Lemke vom TUM Universitätsklinikum Rechts der Isar in München analysierten 1.200 konsekutive erwachsene Patienten, die zwischen April und Juni 2025 ein Thorax-Röntgen erhielten.

Insgesamt werteten sie 1.861 Aufnahmen aus. Fünf radiologische Assistenzärzte mit ein bis sechs Jahren Erfahrung beurteilten die Thorax-Röntgen einmal ohne KI und jeweils einmal mit einem von vier kommerziell verfügbaren KI-Systemen. Zwischen den Befundungen lagen 14 Tage. Die Untersucher suchten nach pulmonalen Infiltraten, Pleuraergüssen, mediastinalen Raumforderungen, einem Pneumothorax und pulmonalen Rundherden. Als Referenz diente der endgültige klinische Radiologiebericht, allenfalls ergänzt durch eine bestätigende CT.

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