Medical Tribune
27. Sept. 2026Neue Fährten in der Demenzforschung

Alzheimer: Neuroprotektive Strategien gewinnen an Bedeutung

Über Jahrzehnte galten Amyloidplaques als zentrale Ursache für die Entstehung der Alzheimerkrankheit. Doch einiges spricht dafür, die Demenz als neurodegenerative Systemerkrankung zu verstehen, bei der die Ablagerungen nicht unbedingt der entscheidende Treiber sind. Das eröffnet neue Ansatzpunkte für die Forschung.

Konzept Gehirn.
Abbildung: stock.adobe.com

Die Alzheimerdemenz war zunächst eine Diagnose, die erst post mortem durch den Nachweis extrazellulärer Amyloidplaques und intrazellulärer Tau-Protein-Fibrillen bestätigt werden konnte. Später ergaben Untersuchungen, dass eine veränderte Prozessierung des Amyloid-Vorläuferproteins zur Bildung von neurotoxischem β-Amyloid führte.

Die daraus entstehenden extrazellulären Plaques wertete man als zentrale Ursache für die neuronale Schädigung und die Symptome, schreiben Prof. em. Dr. Walter Müller von der Universität Frankfurt am Main und Prof. Dr. Anne Eckert, Universität Basel.

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