Wie Mikrobiota und Geschlecht Harnwegsinfekte beeinflussen
Bei Harnwegsinfekten zeigt sich zunehmend, dass Urobiom und geschlechtsspezifische Immunreaktionen wesentlich zur Krankheitsdynamik beitragen. Das verändert den Blick auf den sinnvollen Antibiotikaeinsatz und öffnet Perspektiven für mikrobiom- und immunmodulierende Therapieansätze.

Eine asymptomatische Bakteriurie stellt bei Frauen nur in Ausnahmefällen eine Behandlungsindikation dar, erklärte Dr. Julia Hafner von der Medizinischen Klinik 2 am Universitätsklinikum Frankfurt.
Dagegen vorgehen sollte man aber etwa vor urothelverletzenden Eingriffen oder bei Schwangeren. Eher nicht hilfreich ist eine Behandlung indes bei Patientinnen ohne Risikofaktoren, bei Frauen in der Postmenopause oder bei einem gut eingestellten Diabetes.
132. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)