Fortgeschrittene CKD: niedrig dosiertes Rivaroxaban ohne Nutzen
Patienten mit fortgeschrittener chronischer Nierenerkrankung (CKD) haben ein hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse – gleichzeitig ist ihre Blutungsgefahr erheblich erhöht. Eine grosse internationale Studie prüfte nun, ob Betroffene von einer Antikoagulation profitieren.

Kann nIiedrig dosiertes Rivaroxaban (2,5 mg zweimal täglich) bei Patienten mit einer schweren CKD das Risiko schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse senken? Das untersuchten Forscher um Prof. Dr. Sunil Badve von der University of New South Wales in Sydney in der internationalen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten TRACK-Studie.
Die Studie schloss 1458 Patienten aus zwölf Ländern ein. Sie litten an CKD im Stadium 4 oder 5 oder waren dialysepflichtig und wiesen mindestens einen weiteren kardiovaskulären Risikofaktor auf, etwa koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall, Diabetes mellitus oder ein Alter ab 65 Jahren. Die Patienten wurden 1:1 randomisiert und erhielten zweimal täglich 2,5 mg Rivaroxaban oder Placebo. Primärer Endpunkt war eine Kombination aus kardiovaskulärem Tod, nicht tödlichem Myokardinfarkt, Schlaganfall oder einem Ereignis aufgrund einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.
Badve SV et al. Low-Dose Rivaroxaban and Cardiovascular Events in Advanced Kidney Disease: The TRACK Randomized Clinical Trial. JAMA. 2026; 336(4): 296–305. doi: 10.1001/jama.2026.9379.