Von harmlos bis lebensbedrohlich
Ringelröteln oder Erysipel? Hand-Fuss-Mund-Krankheit oder Purpura Schönlein-Henoch? Scharlach oder Kawasaki-Syndrom? Die Unterscheidung zwischen banalen Infekten und gefährlichen Differenzialdiagnosen ist nicht immer leicht. Und manchmal entwickelt sich aus einer vermeintlich harmlosen impfpräventablen Erkrankung wie Varizellen auch ein lebensbedrohliches Krankheitsbild.

Welche Aufgabe müssen Primärversorger im Infektionsgeschehen eigentlich erfüllen? Bei Kindern geht es darum, potenziell gefährliche Infektionskrankheiten zu verhindern, harmlosere richtig zu erkennen, einzuschätzen und schliesslich zu behandeln. «Wenn es in bestimmten Jahreszeiten zu einer plötzlichen Symptomhäufung kommt, wissen wir, dass wir es mit einer Welle zu tun haben», so Dr. Anita Mang, Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin sowie für Kinder- und Jugendheilkunde in Oberwölz in der Steiermark.
Worum es sich genau handelt, wird anhand der Erfahrung, ausführlicher Anamnese und genauer klinischer Untersuchung klar. Eventuell braucht es aber auch eine Blutabnahme, einen Schnelltest oder einen Abstrich, um die Diagnose zu stellen. «Das Wichtigste ist immer, dass wir keinen Schaden anrichten. Und wenn wir evidenzbasiert arbeiten und dies noch mit Expertise kombinieren, dann sind wir auf dem richtigen Weg», sagte die Referentin.
Kongress der Steirischen Akademie für Allgemeinmedizin (STAFAM)
