Bronchiolitis obliterans: Mehr Leistungsfähigkeit als vermutet
Wie es um die kardiorespiratorische Fitness von Kindern mit postinfektiöser Bronchiolitis obliterans bestellt ist, war bislang kaum untersucht. Spanische Wissenschaftler liefern nun neue Daten.

Eine Bronchiolitis obliterans kann u. a. nach schweren frühkindlichen Infekten des unteren Atemtrakts auftreten. Sie führt zu einer irreversiblen Verengung der kleinen Atemwege mit anhaltender Morbidität. Da sich Kinder, die an anderen chronischen Erkrankungen leiden, häufig weniger bewegen als ihre gesunden Altersgenossen, ist auch bei Bronchiolitis obliterans von einer Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit auszugehen.
Bei den meisten Atemwegserkrankungen steht die kardiorespiratorische Fitness in engem Zusammenhang mit dem Grad der Obstruktion und Dyspnoe sowie mit der Lebensqualität. Für die postinfektiöse Bronchiolitis obliterans ist die Datenlage zu diesem Thema jedoch begrenzt. Das wollten Wissenschaftler um Fernanda Salazar Pérez von der Universitat Internacional de Catalunya in Barcelona ändern.
Kardiorespiratorische Fitness als Mass der Dinge
In ihre multizentrische Querschnittstudie bezogen sie die Daten von 51 klinisch stabilen 6- bis 20-Jährigen mit Bronchiolitis obliterans ein. Die Kinder und Jugendlichen absolvierten ein breites diagnostisches Spektrum, das Spirometrie, Belastungsuntersuchungen, Muskelkraftmessungen sowie Fragebogen zu Aktivität und Lebensqualität umfasste. Primäre Zielgrösse war die kardiorespiratorische Fitness, gemessen über den VO2peak-Wert.
Salazar Pérez F et al. Cardiorespiratory fitness in patients with post-infectious bronchiolitis obliterans: a cross-sectional study. ERJ Open Res 2025; 11: 00181-2025; doi: 10.1183/23120541.00181-2025