Medical Tribune
30. Mai 2026Weltweite Prävalenz steigt

Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen

Eine Metaanalyse zeigt: Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen nimmt weltweit deutlich zu – seit 2000 hat sich die Prävalenz nahezu verdoppelt. Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf an einheitlichen Diagnosekriterien für die pädiatrische Hypertonie.

Blutdruckmessung bei einem Jugendlichen im Rahmen einer medizinischen Untersuchung.
olgavolodina/stock.adobe.com

Bluthochdruck gilt zunehmend auch im Kindes- und Jugendalter als relevantes Gesundheitsproblem. Früh erhöhte Blutdruckwerte können langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern. Aktuelle epidemiologische Daten sind jedoch uneinheitlich. Eine neue Metaanalyse untersuchte daher die weltweite Prävalenz der Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen.

Das Forscherteam um Jiali Zhou, Zhejiang University School of Medicine, Hangzhou, China, ging der Frage nach, wie häufig Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen weltweit vorkommt und wie stark die Prävalenz je nach diagnostischem Messverfahren variiert.

Für ihre systematische Übersichtsarbeit werteten die Wissenschaftler Publikationen verschiedener Datenbanken zwischen 2000 und 2025 aus. Die Daten ergänzten sie mit geeigneten Studien durch manuelle Referenzsuche. Sie schlossen populationsbasierte Arbeiten zur Prävalenz von Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen ein. Insgesamt erfüllten 96 Studien die Einschlusskriterien. Primäre Endpunkte waren die Hypertonie-Prävalenzen nach Praxismessungen an drei Terminen (In-Office-Ansatz) und basierend auf einer Kombination aus Praxis- und ausserklinischen Blutdruckmessungen (Kombinationsansatz). Subgruppenanalysen erfolgten nach Alter, Geschlecht, Region, Wohnumfeld, BMI und Untersuchungszeitraum.

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