Medical Tribune
1. Mai 2026Anderer Phänotyp, verstärkte Risiken

SpA: Was sich bei Diagnose und Therapie im Alter ändert

Spondyloarthritiden (SpA) und höheres Lebensalter sind kein Widerspruch. Zum einen manifestieren sich die Erkrankungen manchmal erst in späten Jahren, zum anderen haben Betroffene heute gute Chancen, alt zu werden. Dies bedeutet für die behandelnden Ärzte: Sie werden diagnostisch und therapeutisch herausgefordert.

Pflege und Unterstützung älterer Patienten im klinischen Alltag.
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Zu den Spondyloarthritiden (SpA) gehören eine ganze Reihe von immunologisch bedingten entzündlichen Erkrankungen, u. a. die Psoriasisarthritis, die axiale Spondyloarthritis (axSpA), die enteropathische und die reaktive Arthritis sowie die undifferenzierte SpA.

Mit welchen Symptomen sich diese Krankheiten manifestieren, hängt auch vom Alter der/des Betroffenen ab. Menschen über 50 entwickeln oft einen anderen Phänotyp als jüngere. Das schreiben auch Dr. Jacob­ Williams­ und Prof. Dr. Helena­ Marzo-Ortega­ vom Leeds Institute of Rheumatic and Musculosceletal Medicine, University of Leeds.

Beobachtungsstudien zufolge macht sich die SpA ab 50 häufiger mit einer peripheren oder einer Kombination aus peripherer und axialer Arthritis bemerkbar. Typisch sind auch eine Daktylitis und eine Beteiligung der Halswirbelsäule. Jüngere Patienten scheinen dagegen eher axiale Symp­tome sowie eine Uveitis zu haben. Ausserdem sind sie häufiger positiv für HLA-B27.

Symptome können einer Polymyalgie ähneln

Manche der Älteren präsentieren Symptome, die an eine Polymyalgia rheumatica erinnern: proximal lokalisierte Schmerzen, Steifheit der Extremitäten sowie hohe Entzündungsparameter. Andere haben eine Oligoarthritis, ausgeprägte Beinödeme, erhöhte Inflammationsmarker und sind HLA-B27-positiv, was für eine LOPS, also eine late-onset peripheral spondyloarthritis, spricht. Auch die DISH (s. Kasten) wird mit zunehmendem Alter ein Thema. Gleiches gilt für Malignome und paraneoplastische Syndrome, die eine SpA imitieren können.

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