Neue Empfehlungen zur Nachsorge nach Lungentransplantation
Eine Transplantation kann Menschen mit terminaler Lungenerkrankung das Leben retten. Der Langzeiterfolg hängt allerdings entscheidend von der Nachsorge ab. Deshalb setzt die S3-Leitlinie den Schwerpunkt auf die frühzeitige Detektion und Therapie von Komplikationen.

Nach einer Lungentransplantation hat die qualifizierte Nachsorge einen hohen Stellenwert. Da Studiendaten und evidenzbasierte Empfehlungen Mangelware sind, hat ein multidisziplinäres Team von Experten eine neue S3-Leitlinie zum Thema Nachsorge erarbeitet. Unter den beteiligten Fachgesellschaften und Organisationen war auch die Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie.
Die Autoren sprechen sich grundsätzlich dafür aus, Patienten nach Lungentransplantation möglichst im ausführenden Zentrum oder in einer kooperierenden Einrichtung nachzusorgen. Die Intervalle orientieren sich am klinischen Verlauf.
Basisnachsorge
Für Erwachsene unverzichtbar ist – ggf. nach Induktion – eine dreifache Langzeitimmunsuppression. Sie besteht aus einem Calcineurininhibitor (CIN, z. B. Tacrolimus), einem Glukokortikoid und einem weiteren Wirkstoff. Als drittes Immunsuppressivum eignen sich Antimetaboliten oder Proliferationshemmer. Zur Reduktion des CIN-Spiegels kann ausserdem als viertes Everolimus hinzugenommen werden.
S3-Leitlinie «Nachsorge von Erwachsenen nach Lungentransplantation»; AWMF-Register-Nr. 020-033; www.awmf.org