Medical Tribune
16. März 2026Positive Erfahrungen im Praxisalltag

Non-Faktor-Therapie mit Marstacimab bei Hämophilie

Marstacimab steht inzwischen als Routineprophylaxe für Patienten ab 12 Jahren mit schwerer Hämophilie A oder B ohne Hemmkörper zur Verfügung. Bereits jetzt erhalten Patienten den monoklonalen Antikörper, der gezielt den Tissue Factor Pathway Inhibitor (TFPI) blockiert. Das Medikament wird einmal wöchentlich in fixer Dosierung subkutan per Fertigpen injiziert. So kann es die Behandlungslast der Betroffenen deutlich senken.

Subkutane Selbstinjektion
Елена Якимова/stock.adobe.com

Die Hemmung von TFPI durch monoklonale Antikörper eröffnet ein neues Therapiekonzept für Hämophilie A und B. TFPI bremst die Initiation des extrinsischen Gerinnungswegs und reduziert dadurch die Thrombinproduktion. «Durch die Blockade dieses Gerinnungshemmers greifen wir an zwei Stellen in die Gerinnungskaskade ein und steigern so die Thrombingenerierung", erklärte Prof. Dr. Johannes Oldenburg aus Bonn.

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