Medical Tribune
15. Feb. 2026Digitale Hilfe

Hand- und Fussekzem: Schulung und App mit langfristigem Nutzen

Chronische Hand- und Fussekzeme beeinträchtigen Alltag, Beruf und Psyche der Betroffenen. Digitale Lösungen versprechen Entlastung. Eine neue Studie zeigt, dass die Kombination aus Schulung und App tatsächlich Beschwerden bessert und den Umgang mit der Erkrankung erleichtert.

Nahaufnahme einer Männerhand am Smartphone
eakgrungenerd/stock.adobe.com

Mit einer Lebenszeitprävalenz von 17 % sind Handekzeme eine sehr häufige Hauterkrankung. Sie treten insbesondere bei Menschen auf, die viel manuell arbeiten oder regelmäs­sig irritativen Stoffen ausgesetzt sind. Akute Ekzeme zeigen sich mit Bläschen, Papeln oder Ödemen, im chronischen Stadium überwiegen Krusten, Rhagaden und Lichenifikation. Anhaltender Juckreiz, Brennen und Schmerzen erschweren oft feinmotorische Tätigkeiten, was mit beruflichen Einschränkungen verbunden sein kann. Die Beschwerden können auch Schlaf und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Zudem sind die sozialmedizinischen Auswirkungen gross: Viele Betroffene werden langfristig arbeitsunfähig oder meiden aus Scham soziale Kontakte und öffentliche Aktivitäten.

Oft verpassen die Patienten den richtigen Zeitpunkt für medizinische Hilfe. Denn die Erkrankung verläuft schubweise und Arzttermine sind meist nicht kurzfristig verfügbar. Der Bedarf an leicht zugänglichen Alternativen, wie digitalen Versorgungsangeboten, ist also gross. Deutsche Wissenschaftler um Dr. Aimée Bruch vom Universitätsklinikum Mannheim entwickelten daher eine spezielle Monitoring-App, die den Patienten kontinuierliche Unterstützung bieten soll. So können die Betroffenen regelmässig ihre Haut fotografieren und erhalten telemedizinische Beratung. In einer 60-wöchigen Interventionsstudie haben die Forscher nun die langfristige Wirksamkeit dieser Massnahme untersucht.

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