Phytotherapie bei Schlafstörungen
Stress und Sorgen, Schmerzen, Restless-Legs-Syndrom, Medienkonsum oder Koffein: Schlafstörungen können diverse psychische, organische oder verhaltensbedingte Ursachen haben. Seit 25 Jahren nehmen Schlafprobleme zu; inzwischen ist in der Schweiz jede dritte Person betroffen (1). Pflanzliche Mittel können Abhilfe schaffen.

Zuerst gilt es, im Gespräch und allenfalls ergänzend mit Fragebögen die Ursache der Schlafstörungen zu eruieren. Anschliessend ist der gezielte Einsatz pflanzlicher Mittel möglich.
Die charakteristischen Inhaltsstoffe einer Arzneipflanze erklären deren bestimmte Wirkeigenschaften und können helfen, auf die individuellen Bedürfnisse einer Person einzugehen. Wer z. B. am Abend zu spät eine reichhaltige Mahlzeit eingenommen hat, kann feststellen, wie dadurch sein Schlaf gestört ist. Eine Studie konnte zeigen, wie sich die späte Kalorieaufnahme auf die Insulinsensitivität auswirkt (2).
- Schweizerische Gesundheitsbefragung 2022, Bundesamt für Statistik.
- Vahlhaus J et al. EBioMedicine. 2025; 116: 105737.
- Bäumler S. Heilpflanzen Praxis heute, Band 1, Urban & Fischer, München, 2021.
- Ribeiro JA et al. J Alzheimers Dis. 2010; 20 Suppl 1: S3–15.
- Wojtyniak K et al. Phytother Res. 2013; 27(8): 1115–1120.
- Oshvandi K et al. J Complement Integr Med. 202; 18(4): 843–850.
- Shamabadi A et al. J Complement Integr Med. 2021; 20(1): 81–91.
- von Känel R et al. Brain Behav. 2021; 11(4): e01997.
- Dimpfel W et al. Eur J Med Res. 2008; 13(5): 200–204.
- Schellenberg R et al. Planta Med. 2004; 70(7): 594–597.
- Schicktanz N et al. Brain Behav. 2025; 15(6): e70600.
- Melzer J et al. Phytother Res. 2009; 23(9): 1303–1308.
- Schmitt F et al. Nutrition and Dietary Supplements. 2025; 17: 75–85.