Sarkoidose: Methotrexat bessert Lungenfunktion nachhaltig
Die empfohlene Erstlinientherapie bei pulmonaler Sarkoidose setzt bislang auf systemische Glukokortikoide – Methotrexat gilt erst als Zweitlinienoption. Doch Studiendaten aus den Niederlanden deuten auf einen möglichen Paradigmenwechsel hin.

Nach Absetzen der systemischen Glukokortikoide kommt es bei Patienten mit Sarkoidose häufig zum Rezidiv. Oft folgt daraus eine Dauertherapie mit Steroiden.
Selbst eine langfristige Prednisolon-Behandlung in niedriger Dosierung (2,5–7,5 mg/Tag) erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, schwere Infektionen, Osteoporose, Bluthochdruck und eine höhere Sterblichkeit, erklärte Prof. Dr. Marlies Wijsenbeek vom Erasmus-Klinikum Rotterdam auf dem ERS International Congress 2025. Ergebnisse der niederländischen PREDMETH-Studie zeigen, dass Methotrexat (MTX) eine Alternative für therapienaive Sarkoidose-Patienten sein könnte, so Prof. Wijsenbeek.
MTX nach 24 Wochen als nicht unterlegen bestätigt
ERS International Congress 2025