Medical Tribune
28. Jan. 2026Steroide in der Erstlinie nicht alternativlos

Sarkoidose: Methotrexat bessert Lungenfunktion nachhaltig

Die empfohlene Erstlinientherapie bei pulmonaler Sarkoidose setzt bislang auf systemische Glukokortikoide – Methotrexat gilt erst als Zweitlinienoption. Doch Studiendaten aus den Niederlanden deuten auf einen möglichen Paradigmenwechsel hin.

Lungenmodell in der Hand: Sinnbild für Prävention, Diagnostik und Therapie von Atemwegserkrankungen.
Elena/stock.adobe.com

Nach Absetzen der systemischen Glukokortikoide kommt es bei Patienten mit Sarkoidose häufig zum Rezidiv. Oft folgt daraus eine Dauertherapie mit Steroiden.

Selbst eine langfristige Prednisolon-Behandlung in niedriger Dosierung (2,5–7,5 mg/Tag) erhöht das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Diabetes, schwere Infektionen, Osteoporose, Bluthochdruck und eine höhere Sterblichkeit, erklärte Prof. Dr. Marlies Wijsenbeek vom Erasmus-Klinikum Rotterdam auf dem ERS International Congress 2025. Ergebnisse der niederländischen PREDMETH-Studie zeigen, dass Methotrexat (MTX) eine Alternative für therapienaive Sarkoidose-Patienten sein könnte, so Prof. Wijsenbeek.

MTX nach 24 Wochen als nicht unterlegen bestätigt

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