Medical Tribune
21. Jan. 2026Leitlinie hebt u. a. Screening auf Hyperaldosteronismus und salzarme Ernährung hervor

Die neue US-Leitlinie zur Hypertonie: Das hat sich geändert

Von der Risikobewertung bis zur Lebensstiländerung – die US-Leitlinie zum Bluthochdruck bringt zahlreiche Neuerungen. Zwei Experten haben die wichtigsten Empfehlungen zusammengefasst.

Arzt misst bei einem Patienten den Blutdruck.
Peter Atkins/stock.adobe.com

Acht Jahre liegt die letzte Hypertonieleitlinie der US-amerikanischen Fachgesellschaften AHA (American Heart Association), und ACC (American College­ of Cardiology) zurück. Entsprechend umfassend sind die Anpassungen im aktualisierten Dokument zu Prävention, Detektion, Evaluation und Management des erhöhten Blutdrucks bei Erwachsenen (1).

Prof. Dr. David­ Harrison­ aus Nashville und Prof. Dr. Rhian­ Touyz­ aus Montreal sprechen in ihrem Editorial zum Update von einem «signifikanten Schritt vorwärts» (2). Mit der passenden Behandlung und Adhärenz können die meisten Patientinnen und Patienten ihren Zielblutdruck erreichen, sind sie überzeugt. Folgende Themen hebt das Expertenduo hervor:

Hyperaldosteronismus-Screening

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Klasse-1-Empfehlung, alle Personen mit therapieresistenter Hypertonie auf einen Hyperaldosteronismus zu screenen – und zwar unabhängig vom Serumkalium. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass bis zu einem Drittel der nicht ausreichend behandelbaren Hochdruckkranken diese Störung aufweisen. Die Leitlinien der ESC (European Society of Cardiology) und der US-amerikanischen Endocrine Society sehen das Screening sogar für alle mit Bluthochdruck vor, was laut Prof. Harrison und Prof. Touyz das Mass an Unterdiagnostik bei Hyperaldosteronismus aufzeigt.

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