Stillen schützt vor Verhaltensproblemen
Dem Stillen werden diverse positive Effekte auf die körperliche Entwicklung nachgesagt. Hinweise auf psychische Vorteile sind dagegen vergleichsweise neu und bislang uneinheitlich. Eine neue Studie liefert nun weitere Hinweise und betont die Bedeutung des Stillens in den ersten Lebensmonaten.

Stillen soll sich günstig auswirken – unter anderem auf Immunsystem, Darm-Mikrobiom, neurologische Entwicklung und Kognition. Einige neuere Studiendaten legen zudem nahe, dass gestillte Kinder später seltener Verhaltensauffälligkeiten zeigen könnten. Allerdings blieb dabei auch so manche Untersuchung ohne schlüssiges Ergebnis oder verlor ihre beobachteten Assoziationen nach Anpassung der Störfaktoren.
Grosse Kohortenstudie mit Fokus auf frühe Stillphase
Susana Vargas-Pérez, Universitat Rovira i Virgili in Tarragona, und ihr Team wollten diese Zusammenhänge im Zuge einer Kohortenstudie weiter erkunden. Dabei konzentrierten sie sich besonders auf das Stillen in den ersten Lebensmonaten sowie die Abhängigkeit von bislang eher wenig beachteten Störfaktoren wie der psychischen Elterngesundheit.
Susana VP et al. Early breastfeeding as protective factor for preschool emotional and behavioral health. Eur J Pediatr. 2025 Dec 24;185(1):38. doi: 10.1007/s00431-025-06666-9.