Medical Tribune
6. März 2025Seltene Erkrankungen

Antikörpermangelsyndrom: Viele Betroffene bleiben jahrelang ohne Diagnose

Ein 39-jähriger Unternehmer berichtet, wie er als gut informierter «mündiger» Patient an Grenzen im Gesundheitssystem stiess und jahrelang keine Diagnose und wirksame Behandlung erhielt. Professor Dr. Hermann Wolf von der Immunologischen Tagesklinik in Wien stellte bei ihm schliesslich ein Antikörpermangelsyndrom fest, das mit Immunglobulin-Infusionen gut behandelt werden kann – mit hohem Gewinn an Lebensqualität!

Bereits im Kindesalter litt der Patient, der nicht namentlich genannt werden will, an Allergien und häufigen Infekten, «mit der Pubertät besserten sich die Beschwerden zunächst. Während meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich jedoch seit 2008 bei den regelmässigen Gesundheits-Checks auffällige Blutbefunde.» Häufige Infekte, vor allem Nasennebenhöhlenentzündungen, machten ihn bis zu 20 Wochen pro Jahr fluguntauglich, später kam Asthma dazu.

«Ab 2016 verschlimmerte sich mein Gesundheitszustand immer mehr, ich hatte sechs Monate lang erhöhte Temperatur und fühlte mich völlig energielos.» Von mehreren Ärzten wurde sein Zustand als «protrahierter viraler Infekt» bezeichnet. «Als in der Folge eines Verkehrsunfalls ein grosses Blutbild erstellt wurde, fielen verminderte Immunglobuline auf. Doch meine Frage nach einem möglichen Zusammenhang mit meiner Infektneigung wurde verneint», erzählt der Patient.

Verdachtsdiagnose Antikörpermangelsyndrom

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