«Nur die Spitze des Eisbergs»
Vier Arten der Gattung Chlamydia infizieren in erster Linie bestimmte Tiere, können aber auch auf den Menschen überwechseln. Dies führt meist zu atypischen Pneumonien oder Konjunktividen. In Einzelfällen besteht akute Gefahr für werdende Mütter und das Ungeborene.

Christin Klose/stock.adobe.com
Das zoonotische Potenzial einiger Chlamydienarten wird häufig unterschätzt. Zwar sind die Fallzahlen im Vergleich zu Infektionen mit humanpathogenen Spezies wie Chlamydia trachomatis (sexuell übertragbare Krankheiten, Trachom) und C. pneumoniae (ambulant erworbene Pneumonie) gering. Eine durch Chlamydien verursachte Zoonose kann jedoch schwer verlaufen und u.a. zum vorzeitigen Ende einer Schwangerschaft bzw. einer atypischen Lungenentzündung führen.