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Neues und Wissenswertes für die gynäkologische Praxis

Adipositas: Dick ist nicht gleich dick

Mit Lebensstiländerungen gelingen bereits fünf- bis zehnprozentige Reduktionen des Übergewichtes

Die Adipositas-Medizin ist im Wandel. Neue potente Medikamente, aber auch die Möglichkeit der Phänotypisierung und der individuellen Ausrichtung der Therapie führen zu einer immer besseren Behandlung. Die Internistin und Adipositas-Spezialistin Dr. Susanne Maurer, Adimed Zentrum für Adipositas- und Stoffwechselmedizin Winterthur, referierte am Forum für medizinische Fortbildung Gynäkologie Update Refresher darüber, was Gynäkologinnen und Gynäkologen als wichtige Ansprechpartner über Adipositas bei der Frau wissen sollten.

Nach wie vor definiert der Body Mass Index (BMI) die Adipositas: ab 25 kg/m2 besteht Übergewicht, ab 30 kg/m2 Adipositas. «Hohes Gewicht allein ist jedoch noch nicht pathologisch», erklärte Dr. Maurer. Erst mit Komorbiditäten wird Adipositas zur Krankheit. Der BMI ist denn auch eher ein Screening-Kriterium. «Für die Behandlungsindikation sollte daher nicht zu sehr auf den BMI geschaut werden, sondern mehr auf Begleit­erkrankungen, Leidensdruck und/oder auf die Fettverteilung», betonte die Expertin. Die Ursachen der Adipositas sind sehr komplex. Neben biologischen Faktoren wie Genetik, Stoffwechsel oder Hormonen spielen auch soziodemografische und wirtschaftliche Faktoren, aber auch Umwelt, Psyche und Verhalten eine Rolle. Das Gewicht ist nur ein Sympt­om der Erkrankung Adipositas.

Die Fettverteilung spielt eine wichtige Rolle

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