Medical Tribune
17. Juni 2013Kognitive Funktionen bei älteren Menschen geprüft

Kinder von Langlebigen haben weniger Demenz

In einer amerikanischen Studie wurden die kognitiven Funktionen von 1870 Menschen geprüft. 348 Probanden hatten ein Durchschnittsalter von knapp 94 Jahren, ihre Geschwister eines von 88 Jahren.

Gegenüber ihren Ehepartnern hatten die älteren Testpersonen ein leicht, aber nicht signifikant verringertes Risiko für kognitive Einbussen im Sinne einer Alzheimer-Demenz (OR 0,7). Ihre Töchter und Söhne aber wiesen im Vergleich zu ihren Partnern ein signifikant erniedrigtes Risiko auf (OR 0,4). Bei zweitgradig Verwandten (Nichten und Neffen) der Hochbetagten fand sich nur noch ein geringer Vorteil (OR 0,8).

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass in Familien mit extremer Langlebigkeit der geistige Verfall später einsetzen könnte.

abr Stephanie Cosentino et al., JAMA Neurol 2013; online first