Medical Tribune
26. Juni 2026Krankheitsaktivität scheint auch von der Ernährung abzuhängen

Nüsse gegen den Pemphigus vulgaris

Patienten mit einem Pemphigus vulgaris können durch ihre Ernährung die Schwere der blasenbildenden Autoimmundermatose beeinflussen: Ein starker Konsum von Nüssen reduziert möglicherweise die Krankheitsaktivität.

cashew, pecan, pine nuts, hazelnut isolated
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Ein hoher Nusskonsum reduziert möglicherweise die Krankheitsaktivität beim Pemphigus vulgaris.

Nüsse sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Polyphenolen und ungesättigten Fettsäuren. Ihnen werden insbesondere antientzündliche Eigenschaften zugeschrieben. Einige Bestandteile wie Gerbsäure (Tannin) stehen jedoch im Verdacht, einen Pemphigus vulgaris ungünstig zu beeinflussen.

Um zu klären, welche Auswirkungen der Nussverzehr auf das Hautleiden hat, befragten Forscher um Maryam Fallah, Universität Teheran, 138 Erwachsene mit Pemphigus vulgaris zu ihrem Ernährungsverhalten im vergangenen Jahr. Dabei erhoben sie mithilfe eines validierten Fragebogens u. a. den Verzehr von Hasel- und Walnüssen, Mandeln, Pistazien und Erdnüssen. Die Pemphigus-Krankheitsaktivität an der Haut, der Kopfhaut und den Schleimhäuten bildeten sie mithilfe des Pemphigus Disease Area Index (PDAI) ab.

Die Nussart hatte auf den Effekt keinen Einfluss

Der Verzehr von Nüssen korrelierte signifikant mit der Krankheitsschwere des Pemphigus vulgaris: Bei Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Energiezufuhr, Schulbildung, körperlicher Aktivität, Rauchen und der Anwendung von Kortikosteroiden hatten die Patienten mit hohem im Vergleich zu den Betroffenen mit niedrigem Nusskonsum ein um 92 % geringeres Risiko für eine starke Krankheitsaktivität (Odds Ratio, OR, 0,08).

Ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Verzehrmenge der einzelnen Nussarten und der Krankheitsaktivität bestand dagegen nicht. Prospektive Kohortenstudien müssen diese Beobachtungen nun überprüfen, betonen die Wissenschaftler abschliessend.