Medical Tribune
3. Apr. 2025Ischämischer Schlaganfall bei Vorhofflimmern

Mit NOAK zuwarten oder nicht?

Eine britische Phase-IV-Studie zeigt: Bei Patienten mit Vorhofflimmern und akutem ischämischem Schlaganfall ist eine frühzeitige Einleitung der Antikoagulation mit nicht-Vitamin-K-antagonistischen oralen Antikoagulanzien (NOAK) im Vergleich zu einer verzögerten Einleitung nicht mit einem höheren Risiko für erneute Schlaganfälle oder Blutungen verbunden. Die Ergebnisse stellen die bisher übliche Praxis der verzögerten Therapie infrage.

Einfache Illustration eines menschlichen Gehirns transitorischer ischämischer Attacke (TIA) auf blauem Hintergrund.
RAVINDU / stock.adobe.com
Der optimale Zeitpunkt für den NOAK-Start nach ischämischem Schlaganfall steht in der Diskussion.

Der ideale Zeitpunkt für den Start der Antikoagulation bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall und Vorhofflimmern wird kontrovers diskutiert. Wegen des Risikos einer frühen intrakraniellen Blutung verzögern Ärzte die Behandlung mit NOAK oft, vor allem bei mittelschweren bis schweren Schlaganfällen.

Eine britische Studie prüfte, ob diese Vorsicht nötig ist (1). Ziel war es, die Wirksamkeit und Sicherheit eines frühen (≤ 4 Tage) im Vergleich zu einem verzögerten (7–14 Tage) Therapiebeginn zu bewerten.

Keine signifikanten Unterschiede bei frühen NOAK nach Schlaganfall

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