Gut betreut mit CARE bei Vorhofflimmern
Mit den im letzten Jahr publizierten neuen ESC-Guidelines zum Vorhofflimmern (1) hat das Management der Risikofaktoren an Bedeutung gewonnen. Wichtig ist insbesondere, die Betroffenen zu Bewegung und Gewichtsabnahme zu motivieren. Die Katheterablation ist mittlerweile erste Wahl bei der Rhythmuskontrolle. Aber auch danach sollte man die Patienten nicht aus den Augen verlieren.

Adipositas, Hypertonie, körperliche Inaktivität, Diabetes, Rauchen und Alkohol sind die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren bei Vorhofflimmern (VHF).
Inaktivität als entscheidender beeinflussbarer Risikofaktor
Aber auch Schlaf-Apnoe, Schilddrüsen-, Nieren- und Tumorerkrankungen können eine Rolle in der Pathogenese spielen.
«Unter den kardiovaskulären Erkrankungen wirken sich vor allem jene negativ aus, die den linken Vorhof belasten», erklärt Prof. Dr. Richard Kobza, Cardiopuls Medical Center, Luzern*. Das sind zum Beispiel eine Mitralklappenstenose oder -insuffizienz. «Ein entscheidender beeinflussbarer Risikofaktor ist körperliche Inaktivität», betont der Kardiologe.
An erster Stelle bei der diagnostischen Abklärung von VHF steht die Anamnese: Kommt und geht es oder ist es kontinuierlich vorhanden? Gibt es Vorhofflimmern in der Familie? Welche Komorbiditäten und welche Risikofaktoren bestehen?
Mit Smartwatch zur Diagnose
- Van Gelder IC et al. 2024 ESC Guidelines for the management of atrial fibrillation developed in collaboration with the European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS). Eur Heart J. 2024 Sep 29;45(36):3314-3414. doi: 10.1093/eurheartj/ehae176
- Pathak RK et al. Impact of CARDIOrespiratory FITness on Arrhythmia Recurrence in Obese Individuals With Atrial Fibrillation: The CARDIO-FIT Study. J Am Coll Cardiol. 2015 Sep 1;66(9):985-96. doi: 10.1016/j.jacc.2015.06.488
*Quelle: Forum Medizin Fortbildung (FOMF): Update Vorhofflimmern 2025