Medical Tribune
1. Apr. 2025Update zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Frühdiagnose bei ADHS – notwendig oder übertrieben?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der häufigsten neuropsychiatrischen Störungen im Kindes- und Jugendalter. Trotz stabiler Prävalenz wird die Diagnose nach wie vor kontrovers diskutiert. Dabei sind die Risiken unbehandelter Verläufe – einschliesslich komorbider Störungen, sozialer Beeinträchtigungen und erhöhter Suizidalität – wissenschaftlich gut belegt.

Foto eines Kindes mit nachdenklichem Gesichtsausdruck, umgeben von grafischen, verschlungenen Linien und schwebenden Ideen, die den komplexen und geschäftigen Geist eines Kindes mit ADHS illustrieren. Weniger anzeigen
Vivid_Vision/stock.adobe.com

«Warum diagnostizieren wir die ADHS so früh? Warum lassen wir Kinder nicht einfach Kinder sein?», fragt Prof. Dr. Marcel Romanos von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums Würzburg zu Beginn seines Vortrags.

«Diese Sichtweise ist verständlich, aber die Risiken und Langzeitprobleme einer unbehandelten ADHS erfordern unser Handeln.» Denn jede Intervention kann Folgeerkrankungen verhindern.

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